Großer Malta-Reiseführer
Zwischen Ordensrittern, Traumbuchten und mediterranem Flair
Was macht einen Urlaub auf Malta so besonders?
Was macht einen Urlaub auf Malta eigentlich so besonders? Es ist die seltene Kombination aus jahrtausendealter Geschichte, mediterranem Klima und überschaubaren Distanzen: Auf kleinstem Raum vereint der Inselstaat schmucke Barockstädte, stille Gassen aus dem Mittelalter und Buchten von schier unwirklichem Blau. Dieser Malta-Reiseführer zeigt Ihnen, was einen Malta-Urlaub ausmacht, wann die beste Reisezeit ist und welche Orte Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten – kompakt, praxisnah und mit Tipps, die über die üblichen Highlights hinausgehen.
Malta im Überblick: Der Inselstaat im Herzen des Mittelmeers
Malta liegt rund 90 Kilometer südlich von Sizilien und ist mit einer Gesamtfläche von nur etwa 316 Quadratkilometern einer der kleinsten Staaten Europas – ungefähr so groß wie die Stadt Bremen. Der Inselstaat setzt sich aus drei bewohnten Inseln zusammen: der Hauptinsel Malta, der ruhigeren Nachbarinsel Gozo und dem winzigen Comino zwischen beiden. Rund 500.000 Menschen leben auf dem Archipel, was Malta zu einem der am dichtesten besiedelten Länder der Welt macht – im Urlaub selbst spüren Sie davon vor allem in den lebendigen Gassen der Städte etwas, während Gozo deutlich beschaulicher daherkommt.
Amtssprachen sind Maltesisch und Englisch, sodass Sie sich auf der Insel gut verständigen können. Seit 2004 ist Malta Mitglied der Europäischen Union, seit 2008 wird mit dem Euro bezahlt – für die Reisevorbereitung ist das ein echter Pluspunkt, denn ein Geldumtausch entfällt. Auch bei der Einreise haben Sie es einfach: Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass genügt. Und noch ein praktischer Vorteil: Da Malta in derselben Zeitzone wie Deutschland liegt, müssen Sie sich um keine Zeitumstellung kümmern.
Historisch war Malta über Jahrhunderte begehrtes Terrain: Phönizier, Römer, Araber, der Malteserorden und schließlich die Briten prägten die Insel – diese Vielfalt an Einflüssen erleben Sie bis heute in Architektur, Küche und Alltagskultur.
Beste Reisezeit für Malta
Wann lohnt sich der Urlaub am meisten?
Wann ist die beste Reisezeit für einen Urlaub auf Malta? Das hängt vor allem davon ab, worauf Sie Ihren Fokus legen möchten. Malta zählt mit rund 300 Sonnentagen und etwa 3.000 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnenverwöhntesten Zielen im Mittelmeer, was einen Besuch praktisch ganzjährig attraktiv macht.
Für Sightseeing, Städtetouren und Ausflüge eignen sich die Monate April bis Juni sowie September und Oktober besonders gut: Die Temperaturen sind angenehm mild, ohne die Sommerhitze, und die historischen Städte wie Valletta oder Mdina lassen sich entspannt zu Fuß erkunden.
Wer eher einen Badeurlaub plant, ist zwischen Juni und September richtig, wenn das Mittelmeer angenehme Wassertemperaturen bietet. Die Wintermonate sind mild, aber regenreicher – dafür deutlich ruhiger und ideal für Kulturliebhaber, die die wunderschönen Sehenswürdigkeiten Maltas ohne große Besucherströme erleben möchten.
Für eine erste Erkundung von Hauptinsel und Gozo empfiehlt sich eine Reisedauer von etwa acht Tagen – so bleibt genügend Zeit für die wichtigsten Höhepunkte, ohne dass der Urlaub in Hektik ausartet.
Sehenswürdigkeiten: Die Highlights einer Malta-Reise
Valletta – die kleinste Hauptstadt der EU mit großer Geschichte
Kaum eine europäische Hauptstadt vereint auf so kleiner Fläche derart viel Geschichte wie Valletta. Die im 16. Jahrhundert von den Ordensrittern des Malteserordens gegründete Festungsstadt ist zugleich die flächenmäßig und einwohnermäßig kleinste Hauptstadt der Europäischen Union und seit 1980 UNESCO-Weltkulturerbe. Beim Bummel durch die engen, schachbrettartig angelegten Gassen begegnen Ihnen prachtvolle Bauwerke wie der Großmeisterpalast, das Auberge de Castille und die reich verzierte St. John's Co-Kathedrale. Von den Upper Barrakka Gardens aus genießen Sie einen der schönsten Ausblicke auf den Grand Harbour.
Mdina – die „Stille Stadt“
Ein deutlicher Kontrastpunkt zu Valletta ist Mdina, die frühere Inselhauptstadt. Innerhalb ihrer massiven Stadtmauern scheint die Zeit stehengeblieben zu sein: Enge, verwinkelte Gässchen, kaum Autoverkehr und eine fast schon meditative Ruhe geben der Stadt ihren Beinamen. Die Kathedrale St. Paul und die zahlreichen Aussichtspunkte über die Insel machen einen Spaziergang durch Mdina zu einem der stimmungsvollsten Programmpunkte einer Malta-Reise.
Gozo & Comino – Ruhe, Natur und die berühmte Blaue Lagune
Wer es etwas beschaulicher mag, findet auf der Nachbarinsel Gozo eine willkommene Abwechslung zum geschäftigen Treiben der Hauptinsel. Highlights sind die Ġgantija-Tempel – eine der ältesten freistehenden Steinbauten der Welt und ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe – sowie die Zitadelle von Victoria und die fjordartige Bucht von Xlendi. Zwischen Malta und Gozo liegt die winzige Insel Comino, bekannt für die Blaue Lagune: Das türkisfarbene, glasklare Wasser dieser Bucht im Nordwesten gehört zu den meistfotografierten Naturschauspielen im gesamten Mittelmeer.
Marsaxlokk – Maltas malerisches Fischerdorf
Einen authentischen Kontrast zu den Touristenzentren bietet Marsaxlokk im Südosten der Insel. Die bunten traditionellen Fischerboote, die sogenannten Luzzus, mit ihren charakteristischen aufgemalten Augen prägen das Hafenbild und machen den Ort zu einem beliebten Fotomotiv. Besonders sonntags lohnt sich ein Besuch, wenn der bekannte Fischmarkt seine Stände öffnet.
Buchten & Strände: Baden zwischen Felsküste und Sandbucht
Anders als etwa auf Mallorca sind Sandstrände auf Malta eher die Ausnahme als die Regel – die Küste ist überwiegend felsig, was dem türkisblauen Wasser aber keinen Abbruch tut. Wer dennoch feinen Sand sucht, wird an der Golden Bay im Nordwesten der Insel fündig, einer der bekanntesten Sandbuchten Maltas, oder in der Mellieħa Bay, dem längsten Sandstrand des Landes und besonders bei Familien beliebt.
Die Orte Sliema und Bugibba (Teil von St. Paul's Bay) haben sich als touristische Zentren mit gut ausgebauter Promenade, zahlreichen Restaurants und felsigen Badestellen etabliert – ideal, wenn Sie kurze Wege zwischen Unterkunft, Meer und Alltagsversorgung schätzen. Für einen Ausflug ins Ruhigere lohnt sich ein Abstecher an die Küsten Gozos, wo die Bucht von Xlendi zu den schönsten Sehnsuchtsorten des gesamten Mittelmeers zählt.
Maltesische Küche: Mediterran mit eigenem Charakter
Kulinarisch profitiert Malta von seiner bewegten Geschichte: Die Küche vereint italienische, nordafrikanische, arabische und britische Einflüsse zu einem ganz eigenen, mediterranen Charakter. Fisch und Meeresfrüchte spielen naturgemäß eine große Rolle, ebenso Gerichte auf Basis von Kaninchen, das als eine der traditionellen Spezialitäten der Insel gilt. In den kleinen Bäckereien und Cafés lohnt sich außerdem die Kostprobe der Pastizzi, herzhafter Blätterteiggebäckstücke, die auf Malta zum Alltag gehören wie das Brötchen in Deutschland.
Drei Souvenirs, die Malta auf besondere Weise mit nach Hause bringen
Mdina Glass
Das mundgeblasene Kunstglas mit den charakteristischen Farbverläufen und Lufteinschlüssen zählt zu den bekanntesten Souvenirs der Insel. Jedes Stück – ob kleine Vase oder aufwendige Skulptur – entsteht in traditioneller Handarbeit und ist dadurch ein Unikat.
Silberfiligranschmuck
Die Verarbeitung von Silber zu feinstem Filigranschmuck hat auf Malta eine lange Tradition. In den Werkstätten, vor allem rund um die Merchants Street in Valletta, entstehen kunstvolle Anhänger, Ohrringe und Kreuze, die als besonders wertige Erinnerung an die Reise gelten.
Gozo-Spitze (Bizzilla)
Die maltesische Klöppelspitze geht auf das 16. Jahrhundert zurück, als die Ordensritter die Technik mitbrachten. Besonders auf Gozo wird die Handwerkskunst bis heute gepflegt – die filigranen Muster mit Blumen- und Naturmotiven entstehen oft über mehrere Monate hinweg und machen jedes Stück einzigartig.
Malta mit trendtours entdecken
Wer Malta nicht nur besuchen, sondern in aller Ruhe und ohne Organisationsaufwand kennenlernen möchte, findet bei trendtours eine bestens durchdachte Flugreise zu den wichtigsten Höhepunkten der Insel. Mit Stationen in Valletta, Mdina und auf Gozo führt die Rundreise Sie zu den kulturellen Schätzen des Archipels – begleitet von einer qualifizierten, deutschsprachigen Reiseleitung, die Ihnen Geschichte und Alltagsleben Maltas näherbringt. Als Direktreiseveranstalter mit über 20 Jahren Erfahrung sorgt trendtours dafür, dass Sie sich um nichts weiter kümmern müssen, und gibt Ihnen mit dem Bestpreis-Versprechen die Gewissheit eines fairen Preis-Leistungs-Verhältnisses.
Ob Sie sich für die Highlights der Hauptinsel begeistern oder die Ruhe Gozos genießen möchten – ein Urlaub auf Malta lässt sich mit einer gut organisierten Reise entspannt und komfortabel erleben.
Häufige Fragen zu Malta
Was kann man auf Malta machen?
Malta bietet eine große Bandbreite an Möglichkeiten: von Städtebesichtigungen in Valletta und Mdina über Bootsausflüge zur Blauen Lagune bei Comino bis hin zu Badetagen an der Golden Bay oder in Sliema. Auch Ausflüge nach Gozo, zu den Ġgantija-Tempeln oder ins Fischerdorf Marsaxlokk gehören zu den beliebtesten Programmpunkten.
Wo ist Malta am schönsten?
Das hängt von Ihren Vorlieben ab. Kulturliebhaber schwärmen von Valletta und Mdina, Naturfreunde von der Blauen Lagune auf Comino und der Bucht von Xlendi auf Gozo, während Golden Bay und Mellieħa Bay bei Badeurlaubern besonders beliebt sind.
Wie lange sollte ein Malta-Urlaub dauern?
Für einen ersten Überblick über Hauptinsel und Gozo empfiehlt sich eine Reisedauer von etwa acht Tagen. So bleibt ausreichend Zeit, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Ruhe zu besichtigen und dennoch Tage zur Erholung einzuplanen.
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