Sonnenuntergang während einer trendtours Marokko Reise

Marokkos Königsstädte

Reise durch mehrere Dynastien

Marokko ist ein Land, das viele Nahmen und Herrscher-Dynastien hatte. Jeder Dynastie hatte seine eigene Idee und Ansprüche an die Hauptstadt des Reiches. 4 Städte waren im Laufe der Jahrhunderte Sitz der Könige und Sultane von Marokko. Jede dieser Städte erwartet Sie mit beeindruckender Geschichte, Architektur und ihrem eigenen Charme. 

 


 

Fès

Fès oder auch Fez ist die nördlichste und die älteste der vier Königsstädte und liegt am Ostrand der Sais-Ebene. Die Nähe zu Handels- und Karawanenrouten sowie das fruchtbare Land führten dazu, dass Fez der ideale Standort für die Hauptstadt der Idrisiden (807–926) war. Einwanderungswellen aus dem heutigen Andalusien sowie Tunesien ließen die Stadt schnell wachsen.

Im Laufe der nächsten Jahrhunderte wechselten die herrschenden Dynastien und gleichzeitig die Hauptstädte. Als die Meriniden (1248–1465) an die Macht kamen, wurde Fez wieder Hautstadt und umfassend erneuert und durch Mauern, Gärten und Paläste erweitert. Während der Herrschaft der Alawiden war Fès zuerst kurz Hauptstadt (1666–1672) bis diese eine neue Festung in Meknès aufbauen konnten. Nach dem Tod des Sultans wurde Fès dann wieder Hauptstadt (1727–1912).

Blick über die Altstadt von Marrakesch

Meknès

Meknès liegt ebenfalls in der Sais-Ebene, nur 65 km von Fès entfernt. Ursprünglich eine Festungsanlage wurde Meknès im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut. Die größten Ausbau-Maßnahmen waren währen der Zeit als die Stadt Hauptstadt der Alawiden wurde (1672–1727). Nach dem Tod des Sultans wurde die Hauptstadt wieder nach Fès verlegt.

Blick auf Rabat vom Meer
Sicht auf die Ledergerbereien von Fez in Marokko

Marrakesch

Marrakesch ist die südlichste der 4 Königstädte und liegt in einer Ebene nördlich des hohen Atlas, umgeben von 3 Flüssen. Aus der Sprache der Berber entnommen bedeutet Marrakesch wahrscheinlich „Das Land Gottes“. Später formte sich aus dem Stadtnamen die Bezeichnung des ganzen Landes – Marokko.

Die Stadt wurde von den Almoraviden gegründet und gebaut. Als diese dann die Herrschaft über Marokko und sogar Andalusien übernahmen, wurde Marrakesch Hauptstadt. (1070–1147). Die darauffolgende Dynastie der Almohaden übernahmen Marrakesch als Regierungssitz (1147–1269) Die folgenden Herrscher verlegten die Hauptstadt zurück nach Fez bis die Saadier (1554–1659) Marrakesch wieder zum Zentrum des Reiches machten.

Stadtmauer von Meknes in Marokko

Rabat

Rabat ist die einzige Küstenstadt der vier Königsstädte und liegt an der Mündung des Bou-Regreg in den Atlantik, gegenüber der Stadt Salé. Gegründet wurde sie im 12. Jahrhundert von den Almohaden, die hier eine Kasbah als militärischen Stützpunkt errichteten. Nach wechselvoller Geschichte und Phasen maritimer Bedeutung wurde Rabat 1912 unter französischer Herrschaft Hauptstadt und blieb es auch nach der Unabhängigkeit 1956.

 


 

Die Königreiche

Die Herrschaft über das Gebiet von Marokko hat sich in den letzten Jahrhunderten immer zwischen Berbern und Scherifen abgewechselt. Scherifen sind Nachfahren des Propheten Mohammed und stammen meist ursprünglich aus Saudi-Arabien. Berber ist ein Sammelbegriff indigener Ethnien aus Südafrika. Der Begriff Berber ist ungern gesehen. 

Die Herrscher-Dynastien waren: Idrisiden (789 - 985), Almoraviden (1046 – 1147), Almohaden (1146 – 1269), Meriniden (1269 - 1465), Wattasiden (1465 - 1549), Saadier (1549 - 1664) und Alawiden (1666 – Aktuell)

 


 

Fès

  • Gründung und Entwicklung: Gegründet im späten 8. Jh. von Idrīs I., entwickelte sich Fès unter den Fāṭimiden und Mériniden zu einer der bedeutendsten intellektuellen und religiösen Zentren Nordafrikas.
  • Bildungs- und Religionszentrum: Die Universität al-Qarawiyyīn (859 n. Chr.) gilt als älteste kontinuierlich betriebene Hochschule der Welt und zog Gelehrte aus der gesamten islamischen Welt an.
  • Handel und Handwerk: Das Labyrinth der Medina von Fès mit seinen berühmten Gerbereien und Handwerkszünften prägte das traditionelle Kunsthandwerk Marokkos und sicherte jahrhundertelang den Wohlstand der Stadt.

Marrakesch

  • Hauptstadt der Almoraviden und Almohaden: Ab dem 11. Jh. war Marrakesch politisches Zentrum großer Berberdynastien, die das gesamte Maghreb- und Al-Andalus-Gebiet kontrollierten.
  • Architektonisches Erbe: Bauwerke wie die Koutoubia-Moschee (12. Jh.) und die Stadtmauern zeugen von der militärischen wie religiösen Bedeutung.
  • Kulturbrücke: Dank seiner Lage zwischen Sahara und Atlasgebirge wurde Marrakesch schon im Mittelalter zum Knotenpunkt transsaharischer Karawanenrouten.

Meknès

  • Mauresque-Pracht unter Moulay Ismail: Im 17.–18. Jh. baute Sultan Moulay Ismail Meknès zum „Versailles Nordafrikas“ aus – mit weitläufigen Palästen, Moscheen und Wasserbauten.

  • Militärische Festung: Die gewaltigen Stadttore (Bab Mansour) und Befestigungsanlagen verdeutlichen die strategische Bedeutung als Herrschersitz und Militärbasis.

  • Symbol für Zentralisierung: Meknès steht für das Bestreben, Marokko als einheitlichen Staat zu formen und die Macht des Sultans zu festigen. 

Rabat

  • Marokkanische Hauptstadt seit 1912: Unter französischem Protektorat ausgewählt und ausgebaut, ist Rabat heute politisches Herz des modernen Marokkos. 

  • Mausoleum und Kasbah: Das Mausoleum Mohammed V. und die Kasbah des Udayas verbinden traditionelle Baukunst mit der Symbolkraft nationaler Unabhängigkeitsbewegung. 

  • Internationale Bühne: Als Sitz von Königshaus, Regierung und zahlreichen Botschaften repräsentiert Rabat Marokko auf diplomatischer Ebene. 

             

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Bedeutung für den Tourismus 

Kultureller Magnet

UNESCO-Welterbestätten: Alle vier Städte verfügen über Medinas oder historische Ensembles, die zum Weltkulturerbe zählen (z. B. Fès el-Bali mit der prächtigen Medersa Bou Inania, die Medina von Marrakesch, die historische Stadt von Meknès mit dem monumentalen Stadttor Bab Mansour oder Rabat mit Wahrzeichen wie dem Hassan-Turm und der Kasbah des Oudaias). Diese Stätten ziehen kulturinteressierte Reisende aus aller Welt an.

Traditionelles Handwerk: Besuche in Gerbereien, Töpfereien und Souks bieten authentische Einblicke und fördern den lokalen Kunsthandwerkermarkt.

Veranstaltungen und Festivals

Kulturelle Märkte und Volksfeste: In Meknès und Rabat finden regelmäßig regionale Moussems und Stadtfeste statt, die Touristen in ländlichere Regionen führen.

Regionale Erschließung

Ausgangspunkt für Ausflüge: Von den Königsstädten aus werden Wüstentouren, Atlasgebirgswanderungen und Besuche in Küstenorten organisiert, was die touristische Verteilung über das ganze Land verbessert.

Infrastruktur: Moderne Flughäfen (Rabat–Salé, Marrakesch-Menara), Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Casablanca und Tanger (mit Halt in Rabat) und gute Straßennetze stärken den Reiseverkehr. 

Wirtschaftlicher Motor

Gästeankünfte: Rund 60 % aller internationalen Besucher Marokkos verteilen sich auf diese Städte, wobei Marrakesch und Fès Spitzenreiter sind.

Beherbergung und Gastronomie: Riad-Hotels, traditionelle Gasthäuser und gehobene Restaurants haben sich rund um die historischen Altstädte angesiedelt und schaffen tausende Arbeitsplätze.

Highlights einer Reise

Mit trendtours bereisen Sie nicht nur die marokkanischen Königsstädte, sondern erleben auf unseren Rundreisen Ausflüge und Besichtigungen zwischen den Stationen. Wir führen Sie aber auch mit unseren qualifizierten Reiseleitern durch die 4 Königsstädte und bringen Ihnen die Geschichte dieser nah. Live und in Farbe.

 


 

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